Unser Wohnzimmer war das erste gößere Bauvorhaben in unserem neuen Haus. Wir hatten das Zimmer eigentlich in desolatem Zustand übernommen und wollten einen neuen Fußbodenbelag verlegen, sowie die Wände neu tapezieren.
Wir hatten natürlich nicht mit den Tücken alter Bausubstanz gerechnet, zumindest nicht mit den vorgefundenen Verhältnissen.
Unter der alten (von uns mit dem Hauskauf übernommenen) Auslegware fand sich ein nur zu Dreivierteln erneuerter Fußboden. Ein Viertel war noch mit uralten Steinzeugfliesen auf purem Kies ausgelegt.
Deshalb hatte wir während der Bauphase einen "Sandkasten" in der Wohnstube.
Eigentlich wollten wir wirklich nur den Fußbodenbelag erneuern und Fertigparkett verlegen. Daß die Maßnahme so ausuferte, hatten wir nicht im gerigsten vermutet.
Darüberhinaus mußte auf Wunsch einer einzelnen Person auch ein Lüftungsschacht der alten Luftheizung weggerissen werden. Dies erforderte weitere Aufwendungen, die die Beendigung des Bauvorhabens verzögerten.
Es war dann aber endlich geschafft und es konnte Fließestrich ausgebracht werden, damit der Boden eben wurde. Danach begannen die Parkettverlegearbeiten. Davon existieren leider keine Bilder, ... eigentlich unerklärlich.
Unsere Möbel ersteigerten wir günstig bei eBay. Es gab keine Probleme mit der Lieferung, obwohl wir uns echt Sorgen um die Qualität der Ware machten. Man hört schließlich oft von Schwarzen Schafen unter den eBay-Händlern.
Das Zusammenbauen der Schränke war recht einfach, erforderte jedoch eine Menge Zeit, da sie aus vielen Einzelteilen bestehen.
Problematischer waren da die Stühle, da hier die Zuordnung der Teile nicht eindeutig zu erkennen war. Doch auch dies wurde nach oftmaligen Fluchen gemeistert. Als die Wohnzimmermöbel fertig zusammengebaut waren, kannte der Stolz über unsere Neuerwerbung keine Grenzen. Es hatte viel Zeit und Mühe gekostet, das so hinzubekommen.
Eine neue Fernsehwand wurde ebenfalls gekauft und in der anderen Wohnzimmerhälfte aufgestellt. Sie mußte jedoch nur im Groben zusammengesetzt werden.
Das einzige Problem bei der Wohnstubeneinrichtung waren die Gardinen. Hier gab es massive Probleme mit einem Fachmarkt aus der näheren Umgebung. Sie konnten dann jedoch nach einem halben Jahr und etlichen Nachbesserungen als beigelegt betrachtet werden.
Autor: Peter Palm